Au Pair in den USA
Erfahrungsberichte...
Ich heiße Angelika und bin 21
Jahre alt. Ich war acht Monate Au Pair in den USA.
Ich habe meine Gastfamilie
übers Internet kennen gelernt und sie haben sich dann bei Interexchange
angemeldet. Und danach ging alles ganz schnell. Visumstermin, Abitur,
Flugtickets und schon war ich in New York. Ich wurde herzlich mit Blumen, die
meine Gastfamilie ins Hotel schicken lassen hat, empfangen. Das Hotel war sehr
zentral gelegen und man konnte viel von New York City in der ersten Woche sehen.
Am Freitag wurde ich von meinem Gastvater abgeholt. Meine Gastfamilie wohnt auf
Long Island, 30 Minuten von NYC entfernt. Ich hatte eine eigene kleine Wohnung
und immer ein Auto zur Verfügung, was man in den USA wirklich braucht. Ich habe
mich sofort mit allen Familienmitgliedern gut verstanden und meine Gastfamilie
hat immer alles versucht, dass ich mich wohl fühle und kein Heimweh bekomme. Ich
denke es ist wirklich wichtig eine für sich passende Gastfamilie zu finden, nur
dann kann man auch sein Au Pair Jahr wirklich genießen.
Ich habe auf Zwillinge aufgepasst, die gerade mal sechs Monate alt waren, als ich gekommen bin. Ich bin sehr schnell in den Tagesablauf rein gekommen. Die Babies mussten jede drei Stunden gefüttert werden und hielten zwei Mal am Tag einen Mittagsschlaf. Dazwischen war Windeln wechseln und spielen angesagt. Im Sommer war ich mit den Babies sehr oft draußen. Wir sind jeden Tag in den Park spazieren gegangen und waren auch jeden Tag im Swimmingpool planschen. Als meine Babies acht Monate alt wurden, wurden sie an einer Musikschule angemeldet und ich musste sie jeden Dienstag hin fahren. Die Zeit ging ganz schnell rum. Erst kamen die ersten Krabbelversuche, dann die Zähne und schon waren Hailey und Sean nicht mehr Babies sondern Toddlers, die sprechen und laufen konnten. Es hat mir riesen Spaß gemacht jeden Tag zu zusehen wie sie sich weiter entwickeln.
An den Wochenenden habe ich immer viel unternommen, um auch mal eine Pause von den Kindern zu bekommen. Ich habe viele Kurztrips gemacht. Von NYC kommt man echt überall hin und günstig ist es auch! Ich war in Washington D.C., Philadelphia, Baltimore, Albany, Boston, Rhode Island, The Hamptons, usw. Meinen Urlaub habe ich in Miami, Florida verbracht, was ich jedem empfehlen würde. Wenn mal keine Kurztrips angesagt waren, war ich meistens mit meinen Freundinnen in der Mall, im Kino oder in NYC Party machen. Ein paar Musicals auf dem Broadway habe ich mir auch leisten können. Unter der Woche bin ich dienstags und donnerstags in die Schule gegangen. Mittwoch war meistens DVD Abend mit anderen Au Pairs. Natürlich nicht zu vergessen die vielen Starbucks Besuche fast jeden Abend. Meine sechs Credits habe ich auf der Long Island University gemacht. Es waren zwei Wochenenden, die ziemlich lustig abliefen. Ich habe da viele neue Leute kennen gelernt und wir hatten viel Spaß zusammen. Jeden Monat hatten wir auch unser Cluster Meeting. Unsere Betreuerin war total lieb und freundlich und sie hat sich immer was Tolles für unser Meeting einfallen lassen. Sie war auch immer zu erreichen und hat bei jedem Problem sofort helfen können.
Nachdem ich schon acht Monate in den USA war, bekam ich unerwartet eine Zusage von einer Universität in Deutschland. Deswegen musste ich mein Au Pair Jahr früher beenden. Trotz Abbruch stand mir meine Betreuerin immer zur Hilfe. Meine Gastfamilie hat ganz gelassen darauf reagiert und hat sich riesig für mich gefreut. Zum Glück hat Interexchange ganz schnell ein neues Au Pair für meine Gastfamilie gefunden und ich konnte noch ein paar Tage mit ihr verbringen, um sie in den Tagesablauf rein zu bringen.
Ich plane im August wieder in die USA zu gehen, um meine Gastfamilie zu besuchen. Auch sie werden mich in ein paar Jahren besuchen kommen. Mein Au Pair Aufenthalt hat mir zum größten sehr viel Spaß gemacht. Natürlich hatte auch ich ein paar Tief-Phasen und Heimweh, aber ich bin ganz gut damit zu recht gekommen. Mein Tipp gegen Heimweh: einfach immer viel unternehmen, dann hat man gar keine Zeit drüber nach zu denken. Ich würde so ein Au Pair Aufenthalt jedem empfehlen, die aufgeschlossen sind, gerne reisen und die Englische Sprache aufbessern wollen.
Hallo,
mein Name ist Janina und ich möchte euch in diesem Brief von meiner Zeit als Au
Pair in Amerika berichten, die schon vier Jahre her ist. Ich habe 2003 bis 2004
einen unvergesslichen Au Pair Aufenthalt in Washington, D.C. verbracht.
Der Au Pair Stay begann mit einem Vorbereitungsseminar mitten in New York City. Gemeinsam mit anderen Au Pairs aus allen Ländern der Welt nahm ich an dem Workshop teil, in dem wir viel über die amerikanische Kindererziehung erfuhren und einen Erste Hilfe Kurs speziell für Babies und Kinder belegten, bevor wir in Gruppen Ländertyische Aktivitäten für Kinder vorführen mussten, was sehr amüsant war :)
Neben dem Workshop blieb noch ausreichend Zeit, New York mit seinen ganzen Sehenswürdigkeiten zu erkunden.
Nach dem Workshop ging es mit dem Bus, Zug oder Flugzeug weiter zur Gastfamilie. Am Bahnhof in Washington, DC wurde ich von meiner Gastmutter, den drei kids und einem riesigen selbstgebastelten Plakat herzlich empfangen. Noch am Bahnhof wurde ich auf die erste Au Pair Probe gestellt, denn die Windeln des Kleinsten mussten gewickelt werden und ich wurde direkt mit den zwei anderen Kindern allein gelassen, was ich aber super gemeistert habe ;)
Im Haus der Gastfamilie angekommen, lernte ich auch den Gastvater kennen und wurde von der gesamten Familie durch das Haus geführt, was sehr groß war. Unten im Basement hatte ich mein eigenes "Apartment" mit Wohnzimmer, einer kleinen Kochnische mit Bar und einem angeschlossenen Badezimmer. Das Zimmer war sehr liebevoll eingerichtet.
Ich war das erste Au Pair der Familie und meine Gasteltern waren anfangs sehr besorgt, was sich aber mit der Zeit legte. Schon in der zweiten Woche fuhr ich mit Ihnen in den Urlaub nach Sanibel Island, einer unglaublich schönen Insel vor Florida. Es folgten weitere Ausflüge nach Chicago, Philadelphia und New York, ich bekam also sehr viel zu sehen.
Mit dem Gastvater und den Kindern hatte ich ein unglaublich tolles Verhältnis, meine Gastmutter war mir gegenüber jedoch während des gesamten Aufenthaltes eher distanziert und sprach nicht über Probleme, was ich sehr schade fand.
Während
meiner Zeit als Au Pair war meine Hauptaufgabe die Kinder tagsüber zu betreuen,
was nicht so einfach ist, wie man denkt ;) Nach dem Frühstück bin ich mit den
Kinder entweder in den Park oder Garten gegangen. Einmal pro Woche habe ich
einen großen Ausflug mit ihnen gemacht, was
sich schnell als Ritual für sie entwickelte. An regnerischen und kalten Tagen,
haben wir im Haus Pikniks auf dem Küchenfußboden veranstaltet oder sind auf
Schatzsuche gegangen, was immer sehr witzig war :) Mir sind die Kleinen sehr
schnell ans Herz gewachsen.
Abends belegte ich zwei Kurse am College, einen Englischkurs und einen Schauspielkurs. Für die Kosten kam meine Gastfamilie auf. Durch das College und die Clustermeetings fand ich schnell Anschluss und habe mich nie einsam gefühlt.
Ich habe mich durch Euch und die Partneragentur in den USA immer sehr gut betreut gefühlt. Bei Problemen konnte ich meine Clusterbetreuerin jederzeit erreichen. Sie hat tolle Au Pair Meetings organisiert, wo ich die Möglichkeit hatte, Kontakte zu Au Pairs aus aller Welt zu knüpfen.
Ich kann nur jedem einen Au Pair Aufenthalt empfehlen. Es ist zwar nicht immer alles rosig, aber gerade durch die schwierigen Phasen wächst man. Ich bin selbstständiger und verantwortungsbewusster geworden und war gleich zwei weitere Male als Au Pair im Ausland, in Italien. Ich bin absolut Au Pair-suchtig geworden ;) In der Zeit von Juli bis Dezember werde ich als Au Pair in Spanien arbeiten und im Dezember reise ich als Au Pair mit dem Work & Travel Visum nach Australien.
Ich wünsche euch allen ein unvergessliches Jahr im Ausland. Genießt jede Minute!! Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr euch gern an mich wenden.
xxx Janina
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